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4 Tage her
Afrikas neue Museen
Afrikas neue Museen
Wie kann Kunst aus dem ethnologischen Kontext ehemaliger Kolonialherren befreit werden? Die Dokureihe stellt Afrikas neue Museen vor. Das Théodore-Monod-Museum in Dakar etwa stammt aus den Zeiten der französischen Kolonialherrschaft im Senegal. Seine ethnologischen Sammlungen dienten einst der Forschung aus dem Blickwinkel der Kolonialmacht. Kann sich das Museum neu erfinden?
Der erste Teil der Dokumentationsreihe „Afrikas Neue Museen“ erforscht, wie Kunst aus den Fängen der ehemaligen Kolonialherrschaft befreit und zum Bestandteil der eigenen Kulturgeschichte gemacht werden kann.
Das Théodore Monod Museum of African Art in Dakar wurde während der französischen Kolonialherrschaft im Senegal gegründet. Seine ethnologischen Sammlungen von Alltagsgegenständen, Ritualobjekte, Ton- und Bildaufnahmen dienten ursprünglich der „weißen Neugier“ an den künstlerischen und kulturellen Errungenschaften der Menschen in Westafrika.
Dieses koloniale Erbe stellt für den aktuellen Konservator des Museums, El Hadji Malik Ndiaye, eine enorme Herausforderung dar. Wie will er das afrikanische Erbe dekolonialisieren?
Für die Dak’Art 2022 hat Malik Ndiaye, Kurator der 14. Kunstbiennale von Dakar, afrikanische Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Sie lassen ihre Werke in einen Dialog mit den Objekten aus den kolonialen Sammlungen treten.
Aber auch in Europa drängt sich die Frage und die damit verbundene kulturpolitische Herausforderung auf: Wie soll man mit den ethnologischen Sammlungen in den heimischen Museen umgehen? So sind der Generalintendant des Humboldt Forums in Berlin, Hartmut Dorgerloh, und die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy nach Dakar gereist, um mehr über die Ideen und Konzepte von Malik Ndiaye zu erfahren.
Wird es dem Museum in Dakar gelingen, seine koloniale Vergangenheit hinter sich zu lassen und sein kulturelles Erbe für ein aufstrebendes, kreatives Land zu nutzen?
Afrikas neue Museen | Doku HD | ARTE
Dokureihe, Regie: Lutz Gregor (D 2020, 26 Min)